Sieben schwer bewaffnete Polizisten hätten am Mittwochmorgen an die Tür des Objekts geklopft und diese dann aufgebrochen, sagte die Frau dem ORF. Die Polizei befahl ihr, sich auf den Boden zu legen und durchsuchte dann das Erdgeschoss. Die Polizei betrat das Badezimmer, obwohl dort ein 13-Jähriger unter der Dusche stand, worauf der Hausbesitzer angeblich hingewiesen hatte. Ein 24-jähriger Mann, der noch im Bett lag, zog die Decke. Erst nach der Hausdurchsuchung wurden die Opfer darüber informiert, was wirklich vor sich ging. Vorwürfe von Drogendelikten wurden nicht erhärtet. Auf die Aufforderung der APA hin, die Haustür zu öffnen, betonte das Innenministerium in einer schriftlichen Stellungnahme, diese sei „trotz wiederholter Aufforderung“ zuvor verschlossen worden. „Beamte mussten daher davon ausgehen, dass Beweismittel vernichtet, entkommen oder eine Straftat begangen werden könnten, und öffneten mit entsprechenden Mitteln die Tür.“ Zur Situation im Badezimmer wurde festgehalten, dass dort versucht worden sei, die Tür schnell zu schließen. „Zunächst war nicht klar, wer sich im Badezimmer aufhielt und ob es sich um Waffen, Gegenstände, eine oder mehrere Personen handelte. Unmittelbar nach dem Öffnen und Feststellen, dass weder ein gefährlicher Zustand des Nachwuchses noch offensichtliche Hinweise im Badezimmer vorhanden sind. “Die Beamten haben den Raum verlassen.” Die Dauer der Situation wurde mit wenigen Sekunden angegeben. Auch Vorwürfe, dem 24-Jährigen sei in den Kopf geschossen worden und die Aktion habe einen rassistischen Hintergrund, wurden zurückgewiesen. „Generell ist festzuhalten, dass die erhobenen Vorwürfe sehr ernst genommen werden und auch die Entwicklung, der Entstehungsort und der genaue Ablauf Teil der Bewertung dieser Ermittlungen sein werden.“ Die Hausdurchsuchung wurde laut Innenministerium von der Staatsanwaltschaft Wien angeordnet. Insgesamt elf solcher Aktionen fanden in den vergangenen Tagen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland statt. Der Einsatz in Groß-Enzersdorf sei “ein kleiner Teil einer groß angelegten, monatelangen Ermittlung zwischen dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern wegen des organisierten Handels mit Rauschgift, Sprengstoff und Waffen”.
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