27. April 2022, 19:05 Uhr
Gemeinsam mit Tschechien will Deutschland der Ukraine offenbar weitere militärische Hilfe leisten. Einem Bericht zufolge legt die Bundesregierung ihrem Nato-Partner eine Liste mit “Waffenmaterial” vor, das ersetzt werden könnte, wenn Prag die ukrainische Armee aus eigenen Reserven unterstützt. Die Bundesregierung plant einem Bericht zufolge einen weiteren Ringtausch, um die Ukraine mit Waffen zu versorgen. Nach Slowenien sei nun auch Tschechien ein ähnlicher Vorschlag unterbreitet worden, berichtet “Welt”. Die Zeitung zitierte ein vertrauliches Dokument des Verteidigungsministeriums, wonach der Tschechischen Republik „eine Liste möglichen Waffenmaterials, das für einen Ringtausch geprüft werden könnte“, übergeben worden sei. Beim Ringtausch mit Slowenien werden die wichtigsten sowjetischen Panzer aus den Reserven des osteuropäischen Landes an die Ukraine geliefert, die dann durch Schützenpanzer und Schützenpanzer aus Beständen der Bwehr ersetzt werden. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht machte am Dienstag bei einem Treffen von rund 40 Verteidigungsministern in Ramstein deutlich, dass die Bundesregierung dieses Modell ausweiten will. Außerdem kündigte Lambrecht am Dienstag die Lieferung von Flugabwehrpanzern „Gepard“ aus Industriebeständen in der Ukraine und die Ausbildung ukrainischer Soldaten auf deutschem Boden an. Auch die geplante Lieferung des Flakpanzers muss um eine größere Munitionsmenge ergänzt werden. Mit Brasilien, das in den vergangenen Jahren Munition für das Waffensystem aus Deutschland bezogen hat, laufen Gespräche.