Der „ORF“ berichtet über eine besorgniserregende Wohnungssuche in Niederösterreich. Nach Angaben der Familie Schulte haben am Mittwochmorgen sieben Cobra-Beamte die Haustür ihrer Familie in Groß-Enzersdorf aufgebrochen.

Kinder ausgesetzt

Hausbesitzerin Angela Schulte erzählt dem „ORF“, dass sie sich auf den Boden legen musste, zwei Polizisten betraten das Badezimmer, in dem die 13-jährige Tochter gerade ein Bad nahm. Sie durfte sich nicht anziehen. Die 24-jährige Tochter soll eingeschlafen sein. Die Decke wurde mit einer Waffe an ihrem Kopf weggezogen. „Sie haben die Kinder mitten in der Nacht ausgesetzt“, wurde Sulte zitiert. Berichten zufolge hat die Polizei sogar Dessous- und Kosmetikgeschäfte geplündert.

Der Grund für die Hausdurchsuchung wurde der Familie erst mitgeteilt, nachdem die Polizei das gesamte Haus durchsucht hatte. Offenbar lebte in der Nähe des Hauses eine Person aus dem Drogenmilieu, die von der Landeskriminalpolizei Niederösterreich beschattet wurde. Der Verdächtige ist der Familie unbekannt.

Vorwurf des Rassismus

Außerdem erwähnte der Durchsuchungsbefehl dunkle Fenster und eine „Art Bühnenlüftungsrohr für Indoor-Cannabisplantagen“ im Dachfenster. Dies gilt auch nicht für das Familienheim. Laut “ORF” fanden die Beamten keine Drogen.

Auch Angela Schulte äußert den Rassismusverdacht wegen der Fokussierung der Mitarbeiter auf ihre Töchter. Laut „ORF“ sind die beiden Töchter gebürtige Südafrikanerinnen.

Die Landespolizei Niederösterreich spricht gegenüber „ORF“ von einer „Großaktion unter Leitung des Bundeskriminalamtes und verweist auf die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Wien“. Dort bestätigte eine ORF-Sprecherin erst am Mittwoch, dass es in mehreren Bundesländern den Verdacht auf Drogenhandel gegeben habe.