Laut Staatsanwaltschaft erlebten die Opfer Szenen „wie aus einem Horrorfilm“. Am letztjährigen Nationalfeiertag verließ der Mann mit einem scharfen Messer bewaffnet seine Wohnung in Wien-Bridgetenau. Sein erster Ausflug führte ihn zu einem nahe gelegenen Imbiss, wo er ein Steakmesser aus der Küche holte. Damit griff er dann völlig unwissentlich sein erstes Opfer mit Stichen am Kopf vor der Theke an. Nachdem sich das Messer verbogen hatte, warf er es und es wird gesagt, dass er den Weg des Schreckens mit der anderen Waffe fortsetzte. Der 35-Jährige griff insgesamt fünf Personen an, die laut Staatsanwaltschaft “einfach zur falschen Zeit am falschen Ort” waren, hauptsächlich mit Messern in Kopf und Nacken, während er einer Frau auch gegen den Kopf trat . mit aller Kraft, als er schon zu Boden gefallen war. Wie durch ein Wunder wurden die Opfer nicht ernsthaft verletzt, aber sie sind alle durch die Operation verletzt und werden angemessen behandelt. Der 35-Jährige war zuvor wegen einer schweren Straftat inhaftiert gewesen. Der Mann wurde jedoch später von der Anstalt für Geisteskrankheiten, die er begangen hatte, auf Bewährung entlassen. Während der Probezeit verhielt er sich eigentlich unauffällig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft setzte er daraufhin seine Medikamente ab, woraufhin seine Geisteskrankheit wieder auftauchte.Das Zuhören des Mannes, der seit seiner Jugend an paranoider Schizophrenie und Persönlichkeitsstörung litt, erwies sich während des Eingriffs als schwierig. Sein Arzt verschreibe ihm aufgrund fehlender Testergebnisse keine Medikamente mehr, danach habe er immer wieder “Schübe” gehabt, die er kaum kontrollieren könne, sagte er. Der 35-Jährige habe sich zur Tatzeit „in einer Computerwelt gefühlt, in der man als Baby gescannt wird“ und in der „man bis zu 200, 300 oder 500 Jahre alt werden kann“. Diese Welt war ihr jedoch feindlich gesinnt, also griff sie ihre “Bewohner” an. Er bestritt seine Tötungsabsicht, das Erstgericht (Vorsitz: Richterin Nicole Baczak) musste entscheiden, ob der 35-Jährige wegen einer psychischen Störung in eine Anstalt zurückverwiesen werden sollte. Experten gehen davon aus, dass der Mann weiterhin eine große Gefahr für sich und die Gesellschaft darstellt, wenn er nicht mit Medikamenten behandelt wird.