Es sei weiterhin Vorsicht geboten, erkärte von der Leyen. „Die Infektionszahlen in der EU sind weiterhin hoch, und weltweit sterben immer noch viele Menschen an Covid-19.“ Auch könnten neue Varianten auftreten und sich ausbreiten. „Wir müssen mehr impfen, boostern und gezielt testen.“ „Bei den neuen Varianten lautet die Frage nicht, ob sie kommen, sondern eher, wann“, erklärte EU-Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas. Die EU-Kommission rief die Mitgliedstaaten deshalb auf, die Auffrischungsimpfungen zu verstärken und genügend Proben zu sequenzieren, um neue Varianten zu erkennen.
Rückgang der Hospitalisierungsrate
Bei der Überwachung des Infektionsgeschehens schlägt die Behörde vor, „integrierte Überwachungssysteme einzurichten, die nicht mehr auf der Ermittlung und Meldung sämtlicher Corona-Fälle, sondern auf verlässlichen und repräsentativen Schätzungen beruhen“. Durch massenhaftes Impfen und Auftreten der weniger aggressiven Omikron-Variante des Coronavirus waren die Zahlen der Krankenhauseinweisungen und Corona-Toten in den EU-Staaten in den vergangenen Monaten trotz weiterhin hoher Fallzahlen stark gesunken. Viele Länder haben die Corona-Maßnahmen in der Folge stark gelockert oder ganz zurückgenommen.
Ferdinand Wollenschläger Veröffentlicht/Aktualisiert:
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Mit der Pandemie hatten die EU-Staaten auch ihre eigene Produktion von Impfstoffen aufgebaut. „Nach einem beispiellosen Ausbau hat die EU eine Produktionskapazität erreicht, die drei bis vier Milliarden Impfdosen pro Jahr entspricht“, erklärte EU-Industriekommissar Thierry Breton. Ein Teil dieser Kapazität soll demnach für künftige Gesundheitskrisen beibehalten werden. 4 1 F.A.Z. Frühdenker – Der Newsletter für Deutschland Werktags um 6.30 Uhr ANMELDEN