Zwölf EWR-Länder haben laut einer Risikobewertung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen Verdachtsfälle oder bestätigte Fälle registriert. Auch in Österreich wurden Fälle gemeldet. Bisher haben sich die meisten jungen Patienten von der Infektion erholt, einige haben jedoch ein akutes Leberversagen entwickelt, das eine Lebertransplantation erfordert. Laut ECDC-Direktorin Andrea Ammon ist die genaue Ursache hinter den Hepatitis-Fällen noch unklar. Frühere Untersuchungen haben einen Zusammenhang mit pädiatrischen Adenovirus-Infektionen gezeigt. Laut ECDC sind die Auswirkungen sehr gering, auch wenn es keine systematische Überwachung gibt. Da der Erreger noch unbekannt ist, kann das Risiko für die pädiatrische Population derzeit nicht genau abgeschätzt werden.