Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di streiken die Beschäftigten im privaten Bussektor ab 3 Uhr morgens. Bereits heute Morgen kündigte ver.di-Verhandlungsführer Marko Bärschneider an, dass es bei dem Streik um ein “großes Interesse” gehe: “Fabriken werden geschlossen.” Genaue Daten liegen jedoch noch nicht vor. Bärschneider kündigte an, dass der Streik am Freitag zum Schichtende endet.
Große Teile des Landes sind betroffen – darunter der Fern- und Schulbusverkehr
Unter anderem alle Gesellschaften und Standorte der DB Regio Bus Mitte GmbH, DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, MB Moselbahn mbH, eurobus Verkehrsservice GmbH Rheinland-Pfalz, Martin Becker GmbH, VRW, MVB, der Zickenheinthen Rebusn und Zweibrücken. Auch der gesamte Land- und Schulbusverkehr in den betroffenen Gebieten und Gemeinden ist betroffen. Der Fokus soll dann am Freitag mit Warnstreiks in Mainz, Koblenz, Trier, im Westerwald und anderswo liegen.
Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen
Hintergrund ist, dass es laut Bärschneider einen neuen Gesamttarifvertrag gibt, den der Arbeitgeber aber noch nicht unterschrieben hat. „Wir streiken, bis der Tarifvertrag von den Arbeitgebern unterzeichnet ist“, sagte er am Donnerstag. Die Gewerkschaft ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, mehr Fachkräfte und mehr Geld. Mit den Warnstreiks will er den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte Mai erhöhen. Das rheinland-pfälzische Mobilitätsministerium hat unterdessen angekündigt, am 2. Mai 6 Mio. Euro Fördergelder an Verkehrsverbünde auszuzahlen. Damit sollen die Gehaltserhöhungen der Busfahrer finanziert werden.
Auch die Lehrer streiken ab Donnerstag
Er ruft die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Bildungswesen zum Streik am Donnerstag und Freitag (28. und 29. April) und die Gewerkschaft ver.di auf. Die Gewerkschaft will vor der nächsten Runde Druck auf die kommunalen Arbeitgeber ausüben. Die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Gewerkschaft der kommunalen Arbeitgeberverbände endeten am 22. März ergebnislos. Sie werden am 16. und 17. Mai fortgesetzt. Rheinland-pfalz Erneut werden Eltern in Rheinland-Pfalz vor geschlossenen Kindergärten stehen. Wohin dann, Jungs? kann ich zu hause bleiben eltern haben diese kinderbetreuungsmöglichkeiten. mehr…
Kindergärten sind in vielen Bereichen betroffen
Von den Streiks am Donnerstag sind in der Pfalz besonders die Städte Dudenhofen, Frankenthal, Kaiserslautern, Landau, Ludwigshafen, Neuhofen, Pirmasens, Speyer, Schifferstadt, Worms, Zweibrücken und Umgebung betroffen. Dort sind kleinere Aktionen an verschiedenen Standorten geplant. Am Freitag steht Mainz im Mittelpunkt. Betroffen sind hier Kindergärten aus Bad Kreuznach, Ingelheim und Mainz. Nach Angaben von ver.di werden die meisten Einrichtungen in den genannten Kommunen ganztägig geschlossen. Es ist auch möglich, dass sich andere Kommunen an den Warnstreiks beteiligen. Weitere Ausflüge sind laut ver.di für den 2., 4. und 10. bis 12. Mai geplant. Mehr Informationen dazu gibt es nicht.
Denn ÖPNV und Kindergärten streiken gemeinsam
Das professionelle Lehrerteam habe viele Gemeinsamkeiten mit den Busfahrern, so Marion Paul, Landesgeschäftsführerin von ver.di Mittelrhein. Beide Teams arbeiten in Servicepositionen, die notwendig sind, um die Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten. „Es ist wichtig, dass Kollegen für den Wert ihrer Arbeit einstehen und gemeinsam zuschlagen“, sagt Paul. Da sich Ministerien und Kommunen im Tarifstreit der rheinland-pfälzischen Privatbusbranche unerfüllte finanzielle Zusagen gegenseitig vorwerfen, wird am 16. und 17. Mai mit einer dritten Runde der Sozial- und Bildungsverhandlungen gerechnet.
Gemeinsame Kundgebung am Freitag in Mainz
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozial- und Bildungsdienstes im ver.di-Gebiet Mittelrhein und zahlreiche Unternehmen des privaten Busgewerbes in Rheinland-Pfalz sind zu einer gemeinsamen Kundgebung am Freitag in Mainz eingeladen. Allein laut ver.di werden mehr als 1.000 Busfahrer erwartet. Die Streikenden wollen sich auf dem Münsterplatz versammeln und von dort ab 10.30 Uhr zur Kundgebung am Ernst-Ludwig-Platz laufen.