Neutralisation in Mönchengladbach: 250 kg Fliegerbombe neutralisiert Die Bombe wurde um 22:30 Uhr entschärft. Foto: Carsten Pfarr

Mönchengladbach Briefing Die 2,5 Tonnen schwere Bombe wurde entschärft. Die Evakuierung ging schnell. Doch dann traten Schwierigkeiten auf. Warum mussten die Einheimischen so lange warten, bis sie nach Hause zurückkehrten? An einem Bahnhof in der Eisenbahnstraße / Platanenstraße wurde eine Bombe der britischen Luftwaffe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das teilte die Stadt am Mittwochnachmittag mit. Die 250 Kilogramm schwere Bombe wurde bei Ermittlungen gefunden und musste nach Angaben der Stadt tagsüber vor Ort entschärft werden. Die Evakuierungsmaßnahmen wurden diesmal schneller abgeschlossen als geplant. Die Neutralisation konnte eine halbe Stunde im Voraus erfolgen, doch dann traten Schwierigkeiten auf. Der Bereich im Umkreis von 250 Metern um den Fundort der Bombe wurde evakuiert. Etwa 2.300 Menschen waren betroffen. Die Evakuierung begann um 17:30 Uhr. Die Anwohner wurden vom Ordnungsamt und der Feuerwehr mit Lautsprecherdurchsagen über die geplante Bombenentschärfung informiert. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf, genauer gesagt Tim Hoferichter und Martin Bartels, war vor Ort. Evakuierungsradien: Bei 250 Metern findet eine Evakuierung statt, bei 500 Metern ist Luftschutzverhalten vorgeschrieben. Foto: Stadt Mönchengladbach Wie die Stadt mitteilte, durfte sich während der Neutralisierung niemand im Umkreis von 250 bis 500 Metern um das Gelände aufhalten. Außerdem müssen die Fenster geschlossen sein. Aus Sicherheitsgründen wurden Straßen in und um das Gelände gesperrt. Die Sperrung, die ebenfalls gegen 17.30 Uhr begann, musste großflächig umgangen werden durch: Hubertusstraße, Dahlener Straße, Wilhelm-Schiffer-Ring, Moses-Stern-Straße, Limitenstraße, Odenkirchener Straße, Duvenstraße und Geistenbe Ring. Der Gürtel kann durch diese Straßen umgangen werden. Foto: Stadt Mönchengladbach 19 Kontrollpunkte waren im Bereich des Außenradius besetzt und wurden hauptsächlich von städtischen Beamten bewacht. Elf Punkte wurden von der Polizei eskortiert. Im Einsatz waren rund 100 Ordnungskräfte, 90 Polizisten und 40 Feuerwehrleute. Wer im Evakuierungsgebiet wohnte und während der Maßnahmen keinen anderen Platz hatte, konnte die NEUEN Busse nutzen, die ab 17:30 Uhr zur Verfügung standen. an der Eisenbahnstraße / Ecke Bäumchesweg und Wickrather Straße / Ecke Bahndamm. 48 Personen nutzten den NEUEN Bus. Die Evakuierten wurden in Hocksteins Grundschule in der Klusenstraße gebracht. Bis 19.50 Uhr hielten sich nach Angaben der Stadt 29 Personen in der Schule an der Klusenstraße auf. Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und die in getrennten Räumen getrennt werden sollten, würden nicht gemeldet, sagte ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Autoren. Die Stadt richtete eine dringende Botschaft an die Bevölkerung: Die Bewohner sollten den Anweisungen der Sicherheitskräfte, der Polizei und der Feuerwehr Folge leisten und das Gebiet verlassen, um die Neutralisierung nicht unnötig zu verzögern. Die Evakuierungsmaßnahme sei gut verlaufen, sagte der Stadtvertreter gegen 20.40 Uhr. und lobte die Bevölkerung. Insgesamt wurden sieben Patientenverlegungen erfasst. Straßen in der Nähe der Fundstelle sind gesperrt. Foto: Gabi Peters Züge wurden 30 Minuten vor Beginn der Lockerungen gestoppt. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden die Züge an geeigneten Bahnhöfen angehalten. Um 21:00 Uhr begann das lange Warten. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sind in der Regel schnell und benötigen in der Regel 20 bis 30 Minuten für die Neutralisierung. Doch dieses Mal sei es schwierig gewesen, die Ferndeaktivierungsvorrichtung in der drei Meter tiefen Bombe herauszuschrauben, so der Stadtsprecher. Gegen 22:30 Uhr war es endlich klar. Alle Bewohner durften in ihre Häuser zurückkehren. Bis November 2021 wurden bereits zwei Bomben auf der Eisenbahnstraße gefunden. Am Samstag, 13. November 2021, wurde eine in der Nacht zuvor auf der Eisenbahnstraße gefundene 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Evakuierung dauerte jedoch unnötig lange, weil sich die Menschen einfach weigerten, die Evakuierungsmaßnahmen einzuhalten. Keine zwei Wochen später, am Freitag, 26. November 2021, musste eine weitere Müllkippe geräumt werden – ebenfalls aus dem Zweiten Weltkrieg und ebenfalls rund 250 Kilogramm schwer. Auch diese Bombe wurde am Bahnhof an der Eisenbahnstraße in Rheydt entdeckt – beim Gleisbau. Um 22:30 Uhr gab der Kampfmittelbeseitigungsdienst alles. Es kam auch zu Verzögerungen, weil Menschen sich weigerten, das Sperrgebiet zu verlassen. (leer / capf)