Der Berner beendete die 1. Etappe der Tour de Romandie nach Romont auf Platz 3. Den größten Atem hatte Dylan Teuns. Rohan Dennis (Jumbo Visma) fühlte sich wohl ein bisschen wie der Sieger. Der Australier hatte den letzten Bergauf-Kilometer in Richtung Romont attackiert. Er schaffte es, eine Lücke zu öffnen, die groß genug schien, um zu gewinnen. In der Schlussphase musste Dennis jedoch von Dylan Towns (Bahrain Victorious) gestoppt werden. Das Bergauf-Finale, das ein bisschen an die Mur de Huy erinnerte, war dem Sieger von Flèche Wallonne wie auf den Leib geschneidert. Während Teuns mit dem Tagessieg zufrieden war, kann sich Dennis, Zweiter im Prolog, zumindest mit dem Leadertrikot trösten. Er übernahm den Staffelstab von Ethan Hayter (Ineos), der 14 km entfernt in einen Massenunfall verwickelt war. Auch Marc Hirschi zeigte nach 178 Kilometern ein starkes Finale. Die Vernezas vom Team VAE Emirates sicherten sich im Bergauf-Sprint den dritten Platz hinter dem Spitzenduo und nur 2 Sekunden Rückstand. Erneut 2 Sekunden Rückstand überquerte Mauro Schmid als Zehnter die Ziellinie. In der Gesamtwertung ist Zürich bester Schweizer auf Platz 5, 20 Sekunden hinter Dennis.
Zwei Schweizer im Fluchtteam des Tages
Der erste Teil der diesjährigen Romandie-Rundfahrt war geprägt von einem fünfköpfigen Team, dem auch die beiden Nationalteamfahrer Antoine Debons und Valère Thiébaud angehörten. Auf der Strecke von La Grande Béroche in die Altstadt von Romont konnte das Quintett jedoch nie mehr als 4 Minuten Vorsprung herausfahren. Zusammen mit Thomas Champion wurde Debons fast 30 Kilometer vor dem letzten verbliebenen Kader vom Feld geschickt. Der Champion wurde nicht nur zum kämpferischsten Fahrer des Tages gekürt. Der Franzose aus dem Kofidis-Team wird auch bei der zweiten Etappe am Donnerstag, die bei den Echallens beginnt und endet, das Berg-Price-Trikot tragen. Der Waadtländer Abschnitt über 168 km umfasst rund 2500 Höhenmeter. Es ist jedoch die Phase, in der ein Sprintfinish möglich scheint. Das Finale ist eine 2,5 km lange Gerade.